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Grundlagen - Was Sie über private Altersvorsorge wissen sollten
Jeder Mensch wird mit jedem Tag älter. Wer versäumt frühzeitig Rücklagen für den eigenen Ruhestand zu bilden, wird seinen gewohnten Lebensstandard im Rentenalter vermutlich nicht halten können. Vor allem jüngere Arbeitnehmer mit einem Renteneintritt nach 2040 werden mit erheblichen Kürzungen der gesetzlichen Rentenleistungen auskommen müssen.
Kein Grund zur Panik, es gibt eine ganze Menge verschiedener Lösungen um Ihr Einkommen im Alter aufzubessern. Genaugenommen existieren sogar viel zu viele Möglichkeiten, als das der Anleger diese auf einen Blick erfassen und beurteilen könnte.
Aus diesem Grund möchten wir Ihnen einen Einsteig in die Thematik private Altersvorsorge bieten, vielleicht ja sogar die Grundlage für Ihre eigenen Vorsorge Überlegungen.
- Private Altersvorsorge
- Grundlagen Private Altersvorsorge
- Altersvorsorge Strategien
Was heißt private Altersvorsorge?
Unter privater Altersvorsorge versteht man alle geeigneten Maßnahmen, die zur finanziellen Absicherung im Rentenalter dienlich sind. Je nach Lebensalter, Einkommen und Familienstand besteht ein ganz unterschiedlicher Vorsorgebedarf.
So muss ein Berufseinsteiger beispielsweise ganz andere Risiken berücksichtigen, als das beispielsweise bei den älteren Semestern der Fall ist. Für einen Berufseinsteiger ist zunächst die Absicherung der eigenen Arbeitskraft und Gesundheit das Wichtigste. Hierzu eignen sich beispielsweise eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder eine Unfallversicherung.
Im zweiten Schritt sollte ein Berufsanfänger über die Absicherung durch eine Privathaftplichtversicherung nachdenken, ein elementarer Versicherungsschutz, der nicht teuer sein muss. Erst wenn diese grundlegende Absicherung erfolgt ist und ein kleiner Notgroschen (wenigstens 3 Monatsgehälter) angespart ist, sollte man als sehr junger Arbeitnehmer über eine private Altersvorsorge nachdenken.
Für einen Familienvater in den Dreißigern sind wiederum ganz andere Dinge wichtig. Die eigene Familie sollte abgesichert sein, eventuell gilt es auch einen Immobilienkredit zu tilgen. Finanzielle Mittel die am Ende des Monats übrig bleiben sollen möglichst effizient zur Rücklagenbildung genutzt werden.
Die Generation 50+ stellt sich diese Frage vermutlich nicht mehr. Eventuell hat man bereits ein Eigenheim abbezahlt und die Kinder sind aus dem Haus. Vermutlich macht es jedoch Sinn, Gedanken zur finanziellen Aufbesserung des eigenen Lebensabends anzustrengen. Denn was soll man mit der vielen Freizeit anfangen, wenn das Geld fehlt um diese möglichst effizient zu nutzen?
Sie sehen, von Mensch zu Mensch gibt es ganz unterschiedliche Bedürfnisse, Ängste und Wünsche. Daraus resultiert auch ein ganz individuelles Verständnis vom Begriff private Altersvorsorge. Eines ist die Altersvorsorge jedoch nicht, ein unkalkulierbares Risiko.
Altersvorsorge muss nicht versichert werden
Im Gegensatz zum Unfall- oder Hinterbliebenenschutz stellt die private Altersvorsorge kein unkalkulierbares Risiko dar. Im Gegensatz zu unerwarteten Schicksalsschlägen ist der eigene Ruhestand planbar.
Es gibt also keinen Grund das eigene Alter zu versichern. Dennoch schließen viele verängstigte Anleger Jahr für Jahr teure Versicherungen als Altersvorsorge ab. Hierzu zählen:
- Private Rentenversicherung
- Kapitallebensversicherung
- Kombiprodukte
Wenn Sie eine Versicherung abschließen, lässt sich die Versicherungsgesellschaft dieses durch teure Prämien vergüten. Teure Versicherungen senken die Rendite Ihrer privaten Altersvorsorge erheblich. So rentiert sich eine Private Rentenversicherung für eine heute 20jährige Frau nur dann, wenn Sie ein Lebensalter von etwa 90 Jahren erreichen würde.
Staatlich geförderte Altersvorsorge ist erste Wahl
Die Grundlage für eine erfolgreiche private Altersvorsorge ist eine sinnvolle Streuung der verfügbaren Mittel. Erste Wahl ist hier die staatlich geförderte Altersvorsorge, auch Riester Rente genannt.
Dank der Förderung durch Altersvorsorgezulage oder steuerlichen Vorteile wird der Vermögensaufbau erleichtert, zugleich bleibt der Sparer in Bezug auf den finanziellen Aufwand flexibel. Die Riester Rente gibt es in drei verschiedenen Varianten:
- Riester Rentenversicherung
- Riester Banksparplan
- Riester Fondssparplan
Eine Riester Rentenversicherung ist genau wie die private Rentenversicherung oder die Kapitallebensversicherung eine teure Angelegenheit. Horrende Abschlussgebühren und Verwaltungsgebühren senken die Rendite. Der einzige Vorteil einer Riester Rentenversicherung besteht in der garantierten Mindestverzinsung. Diese liegt aktuell jedoch unterhalb der Inflationsrate, ist also mehr eine Beruhigungspille für das Gewissen, denn ein wirklicher praktischer Vorteil.
Einen Riester Banksparplan erhalten Sie meist ohne Abschluss- oder Verwaltungsvergütung, daher ist dieses Produkt die kostengünstigste Riester Variante. Allerdings ist die Verzinsung an das aktuelle Zinsniveau gekoppelt und liegt in etwa auf dem Niveau von Tagesgeldkonto oder Festgeld.
Der Riester Fondssparplan bietet mit Abstand die besten Renditeaussichten aller Riester Produkte. Zugleich ist er kostengünstiger als die Riester Rentenversicherung. Im Gegensatz zu herkömmlichen Fondssparplänen ist der Riester Fondssparplan durch eine vollständige Kapitalgarantie abgesichert.
Daher sind Riester Fondssparpläne gerade für junge Arbeitnehmer und jene im mittleren Alter in der Regel die beste Wahl.
